Dream Destinations





3 Himmel (über Rheinhessen / unter der Dunkelheit)

Den Himmel besuchen wir heute nicht, aber den vergeblichen Versuch, ihn zu erreichen. Es geht in diesem Fall von einem Lied um einen Mann, der sein Glück im Fernsehen und in Liedern sucht. Ein klein bißchen Glück bringt das ja auch. Ich schaue viel zu gern fern. Zu viele Lieder hören kann man vermutlich nicht.

Während eines Auftrittes bei einem Weinfest hat einmal ein Herr am Tisch rechts von uns plötzlich bei einem Song seine Arme ausgebreitet, um zu fliegen. Ich weiß nicht mehr, bei welchem Lied er das tat, es ging jedenfalls nicht ums Fliegen. Es war schön, das zu sehen; ein Lied hat ihn fliegen lassen. Und der Wein natürlich. Ein klein bisschen Himmel, auf der Suche nach dem wirklichen. Der Himmel ist immer da, wo man ihn findet. Und man findet ihn, indem man nicht nach ihm sucht. Klingt toll, schade halt, dass es so auch nicht funktioniert.




Ein Wohner

Es gibt etwa 552 Songs, die "Heaven" heißen. Deshalb gibt es keins von mir. "Heaven 2" entstand in der Vergangenheit, und die ist der beste Platz für die Geschichte, hat Terry Pratchett einmal geschrieben. Der Text ist furchtbar traurig, sowohl vom künstlerischen Wert als auch vom Inhalt her, sodass ich wenigstens um eine recht fröhliche Melodie gerungen habe.



Liedgut

Heaven 2 (JOCHEN GÜNTHER)

Dark were the days, so long were the nights
Time was born in my hands
Hanging around, not even painting a sign
Not a picture of a dream

Let me get away, I´m bleeding, let me find a way to something
Waiting for the day endlessly
Every other place seems inviting, every other face is exciting
A change is gonna come and I´ll be free

And I look for heaven on the TV to be near you
´Till the day is done
I listen to heaven on a CD to hear you
To find you in a song

Year after year, icecold beer
Switching programmes for a change
Still in the mood to go if I could
The door is just outside my range



Ich fahre sonstwohin und bin doch immer hier, in meinem Kopf. Der Horizont bleibt beschränkt.